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SwissLifeAngriff gilt vielen als beste Verteidigung. Und ein Meister dieser Strategie ist bekanntlich Carsten Maschmeyer.

Seit Wochen und Monaten vergeht kaum ein Tag, an dem es keine neue Hiobsbotschaft über Dr. h.c. Carsten Maschmeyer und den AWD gibt. Opferklagen über Opferklagen, Gerichtsklagen über Gerichtsklagen, Strafanzeigen über Strafanzeigen, Millionenschadenssummen über Millionenschadenssummen und, selbstverständlich, Dementi über Dementi.

Dass Swiss-Life, die den AWD für 1,9 Milliarden Schweizer Franken kaufte, möglicherweise nur dem“ liebreizenden Geflüster“ einer „kunstvoll geschmückten möchtegern Schickse“ verfallen ist, heute Rückstellung über Rückstellung bilden muss und zudem bereits überlegt, ob sie Abschreibungen auf den AWD-Goodwill vornehmen muss, verwundert mithin sicher keinen Markt- und Unternehmens-Insider. Und auch wenn die einst so vollmundig inszenierten Angriffs-Strategien, gegen die zigtausend AWD- und Maschmeyer-Kläger in Deutschland und Österreich, nunmehr zur reinen Prozessverzögerungstaktik verkommen sind, steigt der Tag des „Carsten Maschmeyer Hiob“ bereits am lichtspendenden Horizont.

Allein: wer glaubt, dass ein Stratege wie Maschmeyer klein bei gibt, sich von der Swiss-Life wirklich durch den Verkauf von 700’000 Aktienanteilen zurückzieht?

Ich möchte mit diesem Entschluss den unberechtigten Angriffen auf meine Person und auf AWD den Boden entziehen“, gibt sich Maschmeyer in den Medien zu vernehmen (Beispiel: Die Welt). Auch konnte man den Pressemeldungen entnehmen, dass die Maschmeyer’schen Aktienanteile nicht über den Markt verkauft werden sollen; was unweigerlich zu weiteren Vermutungen führen muss…

Wer Carsten Maschmeyer gutgenug kennt, könnte nämlich beispielsweise dahinter eher einen nebelwerfenden, strategischen Coup vermuten. Hat Carsten Maschmeyer vielleicht erkannt, dass sein 5,05 prozentiger Aktienanteil, der schon bei 3% die Publikationsspflicht auslöste, eher kontraproduktiv für seine geheime Zukunftsstrategie sein könnte? Warum also nicht über einen an Konventionen und Stillschweigen gebundenen Treuhänder, einen über Zweiprozent liegenden Anteil an einen ebenso konventionsgebundenen Strohmann (s. Beispiel) abgeben und zurück in die „Anonymität eines Kleinaktionärs“ kehren – eben „Angriffen den Boden entziehen“, wie er selbst sagt. Ausserdem: nur im Dunkeln lässt sich bekanntlich… Oder ist das mit der Firma: Allgemeine Immobilien, Makler & Service GmbH (AIMS), siehe NDR-Panorama vom 07.12.2011, alles antistrategisch, im hellen Unternehmens- und Marktlicht, abgelaufen? Und würde sich heute wirklich noch jemand wundern, wenn Step by Step noch ganz andere Dinge aus dem tiefen, dunklen Keller als Tageslicht getragen werden?

Darüber hinaus wäre es auch interessant, mal zu erfahren, was aus der AWD-Tochterfirma B.A.R. in Hannover geworden ist. Tausende AWD’ler haben dort seinerzeit AWD-Accessoires, Bürodesigner-Möbel, AWD-Teppiche, AWD-Stühle – alles in Corporate Colors versteht sich -, Luxus-Autos, Reisen und vieles mehr, mit „Sonderkonditionen“ eingekauft…

Last but not least bleibt allerdings zu hoffen, dass wenigstens bei der bisher untadeligen, jovialen AWD-Kinderhilfe, jener Stiftung die ausschließlich über AWD-Mitarbeiter-Provisionen finanziert wird, alles dem Lichtgedanken dieser guten Sache entspricht. Auch wenn der AWD-Konzern mit seinen AWD-Agentur- und Handelsvertreter-Verträgen, dem „freiwilligen Spendencharakter“ etwas den Scheinmantel überstülpt und jeder AWD’ler per Unterschrift bestätigt, Einprozent seiner Provisionseinnahmen der AWD-Stiftung abzutreten, bleibt die Frage: was geschieht eigentlich mit gespendeten Geldern, im Falle von später stornierten oder vorzeitig aufgelösten Kundenverträgen und dann rückabgewickleten Provisionen? Muss die Stiftung dann auch wie die AWD’ler zurückzahlen oder wie wird so etwas dann kompensiert?

Wie auch immer: der Horizont lichtet sich allmählich – Nebelwolke für Nebelwolke! Gut dass es nicht viel Licht braucht, um Dunkelheit aufzulösen; es braucht nur jeweils jemanden der das Licht anknipst…

Roman aus dem Milieu der Finanzvertriebe

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