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NoteimerDass jedweder Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung, über ein seit Jahrzehnten sehr erfolgreiches Verkaufs- und Vertriebs-System besser funktioniert, als ein unsystematisch und  ungeschultes Anbieten von Produkten rein aus dem Bauch heraus, leuchtet selbst vielen ‚Nicht-Verkäufern‘ bestens ein.

Seit den 50er Jahren (siehe Artikel über die Gründerväter der Finanzdienste) gibt es dafür in Europa das System des Multi-Level-Marketing, heute oft als Network-Marketing bezeichnet.

Ein kurzer Auszug aus Wikipedia.de /  zu Multi-Level-Marketing oder eben Network-Marketing zeigt,die Aufteilung der über dieses System vertriebenen Produkte:

zum Beispiel in Deutschland (2001)[3]

Strukturvertriebe im Bereich Körperpflege, Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel und Accessoires:

Strukturvertriebe im Bereich Finanzdienstleistungen (Finanzvertriebe) treten generell als Direktvertrieb mittels Handelsvertretern auf:

siehe auch: früher Investors Overseas Services

Carsten Maschmeyer hat mit dem AWD-Allgemeinen Wirtschaftsdienst (Hannover), Milliarden über dieses MLM-System gescheffelt; wohl wissend dass diese ‚System-Blase‘ irgendwann platzen muss und wird! Denn: Rentenfonds, Hypotheken-, Libor- und Fremdwährungskredite, Immobilien, Aktien, Altersvorsorge- und Kapital-Sparpläne sind nun mal keine Tupperware, keine Kosmetika, keine Wasserfilter und keine Nahrungsergänzungsmittel, die sich „fast ganz sicher„, ohne existenzielle Fragen zu tangieren, verkaufen lassen!

Ein Vertrieb und Verkauf von Existenz begründenden oder Existenz gefährdenden Finanz- und Versicherungsprodukten, über ein pyramidales Karriere-System wie das des Multi-Level-Marketing / Network Marketing, dass mittlerweile Hunderttausende Menschen in oder an den Rand des Ruins geführt hat, sollte von den europäischen Gesetzgebern rigoros verboten werden.

Dass die Swiss-Life, die den AWD Ende 2007 für 1,4 Milliarden Euro / 1,9 Milliarden Schweizer Franken von AWD-Gründer Carsten Maschmeyer erworben hat, dieses für alle Beteiligten verhängnisvolle AWD-System, das aktuell bei der Wiener Staatsanwaltschaft als betrügerisch, kriminelles Firmenkonstrukt hinterfragt und geprüft wird, so allmählich auch realisiert, zeigen die jüngsten Ereignisse und Überlegungen der Swiss-Life-Bosse. Allerdings wird eine reine Namensänderung, bei dem das alte AWD-System beibehalten wird, rein gar nichts an der Zwickmühle der Swiss-Life verändern. Dumm nur, dass die penetrierende Vertriebs-Schlagkraft im Markt, gerade auf diesem MLM-System beruht, und dumm zudem, dass die Swiss-Life gerade diese AWD-Vertriebs-Schlagkraft gezielt und bewusst einkaufte, weil sie diese so dringend braucht – was ihre Bilanz-Kennzahlen aus den letzten Jahren ziemlich eindrücklich nachweisen. Aufgrund dieser nahezu desaströsen Kennzahlen sollte es denn auch niemanden wirklich verwundern, wenn die Swiss-Life-Bosse den Vertriebskennzahlen des Carsten Maschmeyer wohlwollenden Glauben schenkten und diesem einen exorbitant blinden Goodwill vergoldeten – und fast despektierlich möchte ich sagen: die neuzeitliche Swiss-Life Corporate Governance grüßt alle Swiss-Life Aktionäre und -Kunden!

Da mutet nunmehr jene aktuelle Nachricht dass die Swiss-Life plane, den AWD in Osteuropa inklusive Österreich und England zu liquidieren, irgendwie als eine Art Swiss-Life-Rettungsschirm an. Kommt der wohl jetzt nicht nur in Europa, sondern auch in der Schweiz in Mode??? Von einem Swiss-Life-Abschreiber in Höhe von 400 Millionen Franken ist hier die Rede – kein Pappenstiel für die Swiss-Life-Aktionäre, wobei der Abschreiber des gesamten AWD-Goowill (ohne die geschätzten 200 Millionen an Schadenssumme in Deutschland und Österreich) vermutlich bei satten 1,1 Milliarden Franken liegen soll. Kein Wunder, wählen die Swiss-Life-Bosse im ersten ‚Rück-Schritt‘ das finanziell geringere Übel.

Swiss-Life-AWD-Abschreiber