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AWD-Guru MaschmeyerUnd wieder triumphiert die „Macht des Geldes“ über das Recht. Wieder erkauft sich das ‚Alt-System-Maschmeyer/ AWD,‘ neu Swiss-Life-Select, das Recht in einem Rechtsstaat.

Zwar scheint in Abwägung aller bekannten Prozess-Risiken und Verhältnismäßigkeiten, die Summe von   sieben Millionen Euro für AWD-Geschädigte zunächst nicht ganz unerheblich, doch bei näherer Betrachtung bleiben den 2500 Geschädigten pro Kopf gerade mal 2800 Euro übrig; und das von einem Gesamt-Streitwert in Höhe von 40 Millionen notabene 16’000 Euro pro Kopf. Für den Versicherungskonzern Swiss-Life mithin lediglich ein kleiner Tribut an jene 2500 AWD-Opfer.

Sicher: Eine gewisse Anzahl der AWD-Geschädigten wird durchaus frohlocken und mit dem VKI-Vergleichs-Deal einverstanden sein; bekommen sie doch wenigstens einen kleinen Teil ihrer Vermögens-Verluste ersetzt. Doch hat auch dieser Vergleich, wie alle außergerichtlichen AWD-Vergleiche, den starken Gülle-Geschmack einer von Selfmade-Erfolgreichen, Geld, Macht und Handlanger verseuchten, rechtsstaatlich geschützten Kloake.

Denn der österreichische Verbraucherschutzverein VKI, hat mit dem ausgehandelten Vergleich, aller Wahrscheinlichkeit nach auch seine Desinteresse-Erklärung zur Weiterverfolgung der Strafanzeigen gegen Maschmeyer und den AWD veräußert. Also keine Rede mehr, vom systematischen AWD-Betrug an allen AWD-Kunden und -Mitarbeitern, keine Rede mehr, von der Gründung einer kriminellen Vereinigung, wie sie die Wiener Staatsanwaltschaft gegen Wirtschaftsdelikte und Korruption bisher untersucht.

Bleibt mithin abzuwarten, ob der untersuchende Staatsanwalt eine Weiterverfolgung im öffentlichen Interesse sieht oder ob er die Straftaten-Untersuchung auf Basis der Desinteresse-Erklärung des VKI, nach der zeitaufwendigen Vernehmung duzender von Zeugen, dem Aufarbeiten Tausender AWD- und Zeugen-Akten, einstellt. Der VKI nebst allen anderen bereitwilligen Streithelfern und Staatsrechts-Vertretern, haben jedenfalls ihre Kosten von jener Brutto-Vergleichssumme von 11,14 Millionen Euro mal gleich einbehalten.

Ist nämlich die BÖRSE erstmal stimmig gemacht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis aus Un-Recht finanziell verglichenes Recht wird, und sich zu Justitias Blindheit, noch Taubheit und Verschwiegenheit einstellen.

Finanzvertrieb

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